Kaufberatung: mobile Navigationssysteme
16. April 2010 # 13:13 # Elektronisches # Keine Kommentare
Dass Navigationsgeräte ihrem Nutzer viele Vorteile bieten, steht sicherlich außer Frage. Es stellt einen absoluten Komfort dar, wenn man in das Navigationsgerät den Zielort eingibt und dieses die Position des Nutzers ortet und ihn durch gezielte Sprachansagen zu seinem Zielgebiet leitet. Aber moderne Navigationsgeräte können mittlerweile auch einiges mehr. So sind sie zumeist mit einem Routenplaner ausgestattet, mit dessen Hilfe man sich vor Fahrtantritt die für einen selbst beste Fahrstrecke heraussuchen kann.
TMC erspart den Stau
Außerdem verhindert der TMC Stauumfahrer unnötige, zeitraubende und benzinfressende Aufenthalte im Bereich von Verkehrsbehinderungen. Hierfür ist das Navi mit einem speziellen TMC Empfänger ausgestattet, der, ähnlich wie beim Radio-Verkehrsfunk auch, Staumeldungen erhält und das Navi automatisch dazu veranlasst, eine alternative Fahrroute zu suchen. Neu auf dem Markt der Navis sind sogenannte Radarwarner. Sie bieten den Vorteil, dass sie den Navinutzer frühzeitig optisch oder akustisch auf einen in kürzerer Entfernung fest installierten Blitzer aufmerksam machen. So vorteilhaft diese Radarwarner auch sind, so eingeschränkt ist aber auch ihre Nutzung. Sie darf nämlich ausschließlich bei einer vorherigen Routenplanung erfolgen; während der Fahrt ist ihr Einsatz laut Straßenverkehrsordnung verboten.
Trotz all dieser nicht weg zu diskutierenden Vorteile, muss man sich aber auch darauf einstellen, dass Navis durchaus auch Nachteile mit sich bringen. Einer der größten Negativpunkte ist die Ablenkung des Fahrzeugführers. Displayanzeigen verleiten dazu, die Navigation während der Fahrt optisch auf der Anzeige zu verfolgen. Aber auch die akustischen Ansagen haben ihre Kritikpunkte. Um sie besser verstehen zu können, verzichten viele auf das Einschalten des Autoradios und werden somit auch nicht durch den Verkehrsfunk vor Behinderungen oder Gefahrenstellen gewarnt. Hinzu kommt, dass eine zeitlich vielleicht zu kurzfristige Ansage zu riskanten Abbiegemanövern verleiten kann.
Auf das Kartenmaterial kommt es an
Navigationsgeräte errechnen ihre Route an Hand des ihnen vorliegenden Kartenmaterials in Verbindung mit der eigenen Positionsbestimmung mittels GPS und den vom Nutzer bestimmten Vorgaben,. So ergibt es sich, dass jemand mit guten Ortskenntnissen eine ganz andere Strecke fahren würde, als das Navi sie vorgibt. Deshalb sollte man die Navigationsdienste nur in unbekannten Gegenden in Anspruch nehmen, da in bekannter Umgebung der Mensch oftmals bessere Strecken kennt als die Maschine. Dazu ist außerdem zu bedenken, dass ein Navi immer nur so gut sein kann, wie das ihm zur Verfügung stehende Kartenmaterial. Bei älterer Software kann es vorkommen, dass ganze Straßen, Kreuzungen und Kreisverkehre nicht angegeben sind. Dadurch wird die Navigation unpräzise. Deshalb ist es immer ratsam, die Navisoftware regelmäßig zu aktualisieren. Aber auch dann kann es zu Kartenfehlern und somit zu einer ungenauen Navigation kommen.
Das wohl größte Problem stellt allerdings die Unterbrechung des GPS Empfangs dar. Gerade bei Tunneldurchfahrten, im Gebirge, aber auch im Stadtverkehr zwischen Hochhäusern oder bei längerer Standzeit in der Garage, fällt es dem Navi schwer, eine GPS Verbindung herzustellen. So kommt es dazu, dass keinerlei Navigation mehr durchgeführt wird, oder aber diese extrem ungenau ist. Das Problem löst sich allerdings von selbst, sobald wieder eine tragfähige GPS Verbindung, meist nach wenigen Sekunden, hergestellt werden kann.
Um ein Navi optimal nutzen zu können, muss man sich seiner Schwachstellen bewusst sein, denn dadurch hat man die Möglichkeit, sich darauf einzustellen und entsprechend zu reagieren. Zahlen Sie auch nichtzu viel Autosteuer, denn dort gibt es meist ein hohes Sparpotential.
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